Banner 2 Farben Hell hände

     Protokoll des Jugendkongresses der afghanischen Hindus und Sikhs in Dharam Kendre Mandir Essen vom           31.05.2008

 

 

Protokollanten:

Ravi Makkar, Neha Chanana, Reenu Katara ,Wishal Mehra und Niron Kapoor

 

Anwesende aus dem Zentralrats- und Vereinsvorstand:

 

Dr. Chelaram Merzadah, Manohar Lal, Gokal Chand Kakkar,Prakash Lal Chabra, Rajesh Gawdi und Wishal Mehra

 

Front Desk:

Rohit Kapoor, Santosh Dew, Karan Gawdi, Sunil Chaudhry, Kawal Gawdi und Ravi Makkar

 

Technik:

Amit Lal und Team

 

Gäste und Teilnehmer:

Etwa 95 Personen

 

 

Agenda/Übersicht/Verlauf:

 

Session A: Einführung à Moderation durch Kamal Gawdi

  • [14:25Uhr] à Eröffnungsrede Dr. Chellaram Merzadah (Vorsitzender des Zentralrats afghanischer Hindus und Sikhs)
  • [14:40Uhr] à Begrüßungsrede Manohar Lal (Vorstandsvorsitzender des kulturellen Vereins
  • afghanischer Hindus in Deutschland e.V.,Dharam Kendre Mandir Essen)
  • [14:50Uhr] à Vorstellung des Plenums
  • [15:00Uhr] à Vorstellung der regionalen Jugendvereinigungen
    • o 15:00Uhr: Hindu Tempel Essen
    • o 15:10Uhr: Hindu Tempel Amsterdam
    • o 15:15Uhr: Hindu Tempel Köln I
    • o 15:20Uhr: Hindu Tempel Hamburg
    • o 15:25Uhr: Hindu Tempel Köln II
    • o 15:30Uhr: Bau des Hindu Tempels in Berlin
    • o 15:40Uhr: Hindu Tempel Frankfurt
  • [15:50Uhr] à Kaffeepause
  • Session B: Kultur und Gesellschaft à Moderation durch Sunil Chaudhry
    • [16:15Uhr] à Identität >> Ragni Chandhok (Vertretung Sunil Chaudhry)
    • [16:20Uhr] à Anschließende Diskussionsrunde
    • [16:45Uhr] à Das Verhalten unserer Gesellschaft >> Kewal Kapoor (Vertr. Rahul)
        • à Anschließende Diskussionsrunde
    • [17:10Uhr] à Hochzeiten mit Andersgläubigen >> Wemal Kumar
      • à Anschließende Diskussionsrunde
    • [17:50Uhr] à Religion: Hinduismus >> Shobha
    • [17:55Uhr] à Kaffeepause
  • Session C: Generationenkonflikt à Moderation durch Karan Gawdi

    • [18:20Uhr] à Soziales Verhalten >> Sabina, Vishant Wadhwa
        • à Anschließende Diskussionsrunde
    • [18:45Uhr] à Generationskonflikt >> Rohit Popat, Sahil Katara
        • à Anschließende Diskussionsrunde
    • [19:15Uhr] à Zusammenfassung der Erwartungen
    • [19:25Uhr] à Abschlussrede >> Dr. Chellaram Merzadah
    • [19:40Uhr] à Weitere Vorgehensweise und Abschluss der Sitzung >> Rohit Kapoor
  • 13:00Uhr bis 14:20Uhr

    • Buffet
    • Ausdruck der Namensschilder der Anwesenden und Platzzuweisung
  • 14:20Uhr

    Session A: Einführung à Kamal Gawdi

    • Begrüßung
    • Ziel des Jugendkongresses: Bildung einer Gemeinschaft der afghanischen Hindus und Sikhs in Europa
    • Vorstellung der Agenda
    • Vermerk der Erwartungen der Anwesenden an diese Versammlung
  • 14:25Uhr

    Eröffnungsrede à Dr. Chellaram Merzadah (Vorsitzender des Zentralrats afghanischer Hindus und Sikhs in Deutschland)

    • Danksagung an die Jugendlichen und die Organisatoren des Kongresses
    • Ermutigung der Jugendlichen und Anerkennung ihrer Arbeit mit einem Applaus
    • Vorstellung der Funktion und Aufgaben des ZR:
      • Der ZR wurde 2003 gegründet und beschäftigt sich mit der Problematik afghanischer Hindus und Sikhs in der deutschen Gesellschaft.
      • Vereinigung der Hindus und Sikhs innerhalb und außerhalb Deutschlands
      • Bemühungen für die Abschiebungshindernisse. Folglich wurden die Abschiebungen ab Mai 2006 gestoppt, das Problem könnte aber 2009 wieder entstehen.
      • Das Anliegen der Abschiebungsaufhebung wurde vom ZR bis zu einzelnen Bundestagsabgeordneten vorgetragen.
      • Bemühungen der regionalen Vereinigungen zur einen Union
    • Der ZR ist auf die Zusammenarbeit der Vereine angewiesen.
    • Dieser verfügt über keine staatliche Macht, daher sollte vom ZR nicht zu viel erwartet werden. Es wird stets versucht, die Gesellschaft zu unterstützen, diese kann aber wegen des Machtmangels nicht immer gewährleistet werden.
    • Appell des ZR an unsere Gesellschaft, Vereine und verschiedene Generationen: Stets miteinander und nicht gegeneinander diskutieren und agieren.
    • Wir sollten uns auch zu anderen Kulturen eröffnen.
    • Stellung nehmend auf die Frage, warum die Jugendlichen von den Vereinen nicht ernst genommen werden, wurde darauf hingewiesen, dass der heutige Jugendkongress nicht zustande gekommen wäre, wenn dies zutreffen würde. Daraufhin wurden die Jugendlichen für ihre Arbeit und Aufgaben belobt und auf obigen Appell hingewiesen.
    • Es wurde an die Jugendlichen appelliert: Jugendliche seien das Licht der Zukunft, sie würden Pflichten und moderne Ideen haben, sie würden die neue Generation bilden und sie werden mit neuen Problemen konfrontiert, welche sie versuchen müssen, zu lösen.
    • Die Integration und Bildung sind die Schlüssel unseres Erfolgs.
    • Eine konstruktive und lebhafte Diskussion wird in den heutigen und zukünftigen Kongressen erwartet.
  • Deutschland ist nun unsere Heimat. Wir dürfen uns dieser nicht verschließen, nicht abkapseln, sondern die neue Kultur annehmen so wie sie ist und die eigene weiterhin vertreten. Die neue Generation soll über diese Problematik diskutieren und durch gemeinsames Handeln versuchen, diese zu lösen.
    • Abschluss der Rede mit einem Zitat von Albert Einsteins:
    • „An einem Tag an dem sich alle einig sind, ist ein verlorener Tag.“
  • 14:40Uhr

    Begrüßungsrede à Manohar Lal (Vorstandsvorsitzender des kulturellen Vereins afghanischer Hindus in Deutschland e.V., Dharam Kendre Tempel Essen)

    • Sprachproblematik: Hindi als unsere Diskussionssprache vorgeschlagen
    • Danksagung und Willkommenheißen der Anwesenden in Essen
    • Lob an die Gesellschaftsarbeit der Jugendlichen
    • Ziele:
      • Wandel zu einer respektvollen, finanziell starken und geschlossenen Gesellschaft
      • Trennung von Glaube und Aberglaube
      • Reformen hinsichtlich der heutigen Zeit
      • Einbeziehung aller Mitglieder, Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Generationen
      • verschiedene Meinungen in Einklang bringen, gemeinsame Basis festlegen
    • Stellungsnahme zum Generationskonflikt: der Meinungsunterschied zwischen den Individuen wird zu Grunde gelegt und nicht der Altersunterschied.
    • Danksagung an die Jugendlichen und die Organisatoren, die u.a. seine Idee und den vom ZR an ihm gerichteten Auftrag zur Gründung eines Jugendkongresses mit vollster Zufriedenheit realisiert haben.
  • 14:50Uhr
  • Vorstellung des Plenums

    • Alle Anwesenden stellen sich mit Namen, Alter und Wohnort vor
      • Essen und Umgebung ca. 45 Personen
      • Köln ca. 22 Personen
      • Frankfurt ca. 3 Personen
      • Hamburg ca. 7 Personen
      • Amsterdam ca. 7 Personen
      • Stuttgart, Düsseldorf ca. 3 Personen
  • 15:00Uhr

    Vorstellung der regionalen Jugendvereinigungen

     

    • 1. Hindu Tempel Essen à Rohit Popat, Sahil Katara
    • Hauptziel der Vereinigung: Vereinigung der Jugendlichen aus Essen und des Weiteren die bundesweite- und weltweite Jugendunion
    • Gründung der JV 2006
    • Mittlerweile 70 aktive Mitglieder
    • Motive, Aktivitäten:
      • regelmäßiges Treffen (Sonntags seva, Ausflüge)
      • Organisation von Festivals (Vaisakhi Mela 2007)
      • Einführung des Deutschkurses für Ältere, Tanzkurs für Jugendliche
      • Mitarbeit hinsichtlich der Abschiebungsproblematik
    • Vorstellung der sportlichen Aktivitäten der Vereinigung:
      • Gründung der Fußballmannschaft in Juni 2007
      • Turniere und Erfolge
      • Ziel: Ausweitung der sportlichen Aktivitäten auf andere Sportarten
  • 15:10Uhr

    • 2. Hindu Tempel Amsterdam à Preena Gawdi, Preety Vohra
    • Vorstellung der Region Holland, Bevölkerung etc.
    • Vereinsgründung in Holland 2001 mit dem Ziel: Identitätsaufbewahrung, Integration der älteren Generation und eine gemeinsame Plattform
    • Gründung der Jugendvereinigung in März 2008
    • Motive innerhalb der JV:
      • Hintergrundwissen, Gründe der Existenz und Identität vermitteln
      • Anpassung, Integration
      • Jugendliche fördern ins Tempel zu kommen
      • Jugendliche für die eigene Kultur motivieren
      • nach den eigenen Wurzeln forschen und diese finden bzw. beibehalten
      • der EJV beitreten
    • Aktivitäten
      • Organisation des wöchentlichen „Langars“ von Jugendlichen
      • Hindikurs für Kinder und Jugendliche
      • kulturelle Melas
    • Zukünftige Ziele:
      • Dutch- und Computerkurse
      • Erfahrungsaustausch zwischen Vereinen in Deutschland und Holland
    • Bestehende Probleme:
      • kleine Tempelfläche
      • große Entfernungen
      • sehr wenige Jugendliche
    • Danksagung an die Organisatoren für die Einladung
  • 15:15Uhr
    • 3. Hari OM Tempel Köln à Rakesh Popat
    • Die gleichen Grundprobleme, wie bereits von anderen Vereinen erwähnt.
    • Unsere Jugendlichen sind die zweite Generation, die in Deutschland lebt.
    • Wir sollten die Fehler der anderen Gesellschaften, die in Deutschland seit mehreren Generationen leben und entsprechend wenig integriert sind, nicht wiederholen.
    • Die Hemmungsschwelle zwischen den Generationen sollte überwunden werden.
    • Bildung ist das Schlüsselwort unseres Erfolgs.
    • Es wird ein Computerkurs angeboten. Dazu wurde auch staatliche Unterstützung beantragt.
    • Appell: Einrichtung einer internationalen Online-Plattform.
  • 15:20Uhr

    • 4. Hindu Tempel Hamburg à Rohni Kakkar
    • Gründung der Jugendvereinigung nach der Abschiebung von Seema Kapoor
    • Diverse Kurse werden angeboten.
    • Frauen werden für die Vorstandspositionen ermutigt.
    • Ziele:
      • Vereinigung herstellen
      • Die erfolgversprechenden Ideen anderer Vereine auch in Hamburg implementieren
  • 15:25Uhr

    • 5. Sanatam Hari OM Tempel Köln à Shobha Gandhi
    • Gründung der JV 2006
    • Insgesamt 30 Mitglieder (Jugendlichen)
    • davon 12 im Jugendkongress anwesend
    • Aktivitäten:
      • Regelmäßige Ausflüge (für die Jugendlichen)
      • Hindikurs
      • Sonntagstreff
      • Jaggran
    • Ziele:
      • Geplant ist ein regelmäßiges Treffen aller Jugendlichen für einen Meinungsaustausch
      • Generationsunterschiede minimieren
      • Raum schaffen für kulturelle Aktivitäten insbesondere für Jugendliche
      • Lernen von anderen Vereinen und Verbesserungen vornehmen
  • 15:30Uhr

    • 6. Bau des Hindu Tempels in Berlin à Rohni Kakkar
    • Der Trägerverein:
      • Der Sri Ganesha Hindu Tempel (SGHT) Berlin e.V. wurde 2005 gegründet und verfolgt als eingetragener Verein ausschließlich gemeinnützige Zwecke.
      • Das unmittelbare Ziel des Vereins ist die Errichtung eines Ortes der Andacht und Zusammenkunft für Hindus aus ganz Deutschland.
      • Die Mitglieder stammen aus verschiedenen Herkunftsländern und engagieren sich gemeinsam für den Bau des Tempels.
    • Ziele des SGHT e.V.:
      • Der SGHT e.V. hat sich das Ziel gesetzt, die hinduistische Gemeinschaft Deutschlands ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft zu vereinen.
      • Weiterhin bemüht sich der Verein um die Wahrung und Fortführung der hinduistischen Traditionen durch intensive Jugendarbeit.
      • Das Gemeindehaus soll Räumlichkeiten für religiöse, kulturelle und soziale Veranstaltungen bieten.
    • Facts & Figures:
      • Zwischen dem SGHT e.V. und dem Bezirksamt Neukölln-Berlin besteht ein Erbpachtvertrag bis zum Jahr 2080.
      • Die Stadt Berlin stellt für den Bau des Tempels eine Fläche von ca. 4600 qm zur Verfügung.
      • Das Gopuram wird eine Höhe von 17m erreichen.
      • Der Sri Ganesha Hindu Tempel wird bei seiner Fertigstellung der größte Tempel Deutschlands und der zweitgrößte Europas werden.
    • Lage des Tempels:
      • Der Sri Ganesha Hindu Tempel wird im Volkspark Hasenheide im Berliner Bezirk Neukölln gebaut.
      • Der Bauort liegt zentral und bietet eine ruhige Atmosphäre mit guten Verbindungen zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und genügend Parkplätzen.
    • Unterstützung des Projekts I:
      • Kontaktaufnahme der verschiedenen hinduistischen Vereine Deutschlands mit dem SGHT e.V. zur Schaffung eines sozialen Netzwerkes
      • Bekanntmachung des Projektes im Familien- und Bekanntenkreis innerhalb und außerhalb von Deutschland
      • Initiative zur gemeinschaftlichen überregionalen Jugendarbeit
    • Unterstützung des Projekts II:
      • Finanz- und Materialspenden jeglicher Art zum Tragen der Baukosten, die auf ca. 850.000€ einkalkuliert sind
      • Verschiedene Mitgliedschaftsmöglichkeiten (jährlich, auf Lebenszeit, für Familien, etc.)
      • Einzelpersonen, Gemeinschaften und Vereine können auch Förderer bzw. Sponsoren für bestimmte Baubereiche werden.
  • 15:40Uhr

    • 7. Hindu Tempel Frankfurt à Sunny Chanana
    • Auflösung der JV 2007 wegen Machtkämpfe
    • bis zur Auflösung:
      • 40 Mitglieder
      • Verfassung
      • Ideen wie Kindergarten für Sonntagsbesucher eröffnen
      • Deutsch- und Hindikurse
      • Festivals (Vaisakhi Mela 2007)
  • 15:45Uhr
  • Zusicherung an Jugendliche aus Frankfurt à Rohit Kapoor:

    • Unser Ziel ist nicht eine regional beschränkte sondern eine europaweite Jugendvereinigung.
    • Es ist unsere Verpflichtung, auch die Jugendlichen von Frankfurt zu vereinigen und sie in den Jugendkongress mit einzubeziehen.
  • 15:50Uhr

    Kaffeepause

     

    16:10Uhr

    2. Session: Kultur und Gesellschaft àModeration durch Sunil Chaudhry

     

    • Aufwuchs der derzeitigen Generation in einer modernen und technisch fortgeschrittenen Gesellschaft
    • Unsere Gesellschaft im Wandel von „Osten nach Westen“
  • 16:15Uhr

    • Identität à Ragni Chandhok (Vortrag von Sunil vorgelesen)
    • Problematik: Aufwuchs, Werte, Traditionen, Glauben und Hintergrundwissen
    • Mitte für sich selbst finden: beeinflusst durch Erziehung, Werte und Normen der Gesellschaft
    • Anpassen an die neue Heimat, aber eigene Wurzel nicht verlieren
    • Ständig neu entstehende Probleme und Konflikte sind zu bewältigen
  •  

    16:20Uhr

    Anschließende Diskussionsrunde:

     

    • Sunil: Probleme mit meiner Identität
      • Ich bin hier aufgewachsen und beherrsche nicht die offizielle Sprache von Afghanistan.
      • Mir fällt es schwer, einem Deutschen meine Identität vorzustellen.
    • Rakesh Popat: Frage: Wer fühlt sich deutsch, wer afghanisch und wer indisch?
      • WM: Deutsch, weil ich die deutsche Staatsangehörigkeit erworben habe und in Besitz vom deutschen Pass bin, womit ich mich offiziell für einen Deutschen entschieden habe.
      • SC: Ich fühle mich trotz eines deutschen Passes nicht wie ein Deutscher.
      • SG: Nur weil man schriftlich unterzeichnet, dass man in Deutschland lebt, gibt man seine Identität nicht auf und kann natürlich seine Traditionen und Kultur beibehalten.
      • NK: Wir sind eine Mischgesellschaft, ich wiege meine Ansichten entsprechend der gegebenen Situation ab.
      • H: Pass ist eine Notwendigkeit, Aufenthaltsrecht leistet Beitrag zur Vollständigkeit der eigenen Existenz.
      • SK: Ich bin kein vollständiger deutscher, weil ich nicht alle Rechte habe.
      • KM: Wir sind von afghanischen Hindus zu deutschen Hindus geworden.
      • SG: Ich fühle mich deutsch-hindu und nicht afghan-hindu.
      • WK: Wir leben in zwei unterschiedlichen Gesellschaften, zu Hause sind wir Inder und draußen Deutsche. SC: Worin unterscheidet sich ein Deutscher namens Markus von einem Deutschen namens Ravi?
      • RP: Vom Namen sollte man die Identität entnehmen können.
      • SC: Man kann sich nicht nur zu einer Kultur bekennen, also ist man nicht nur Deutscher oder nur Inder.
      • WM: Identität ist eine Mischung aus Geburtsort, Herkunft und Religion.
      • RK: Name macht die Identität nicht aus, die Herkunft sagt über die Identität aus.
      • AK: Nationalität ändert sich, man muss nur einen Wohnort finden, zu welchem man sich bekennen kann, und der zur Identität beiträgt.
      • NG: Wir müssen über unsere Religion zuerst im Klaren werden.
      • SC: First of all we all are human beings nothing else.
  •  

    16:45Uhr

    Das Verhalten unserer Gesellschaft à Kewal Kapoor (Vertretung Rahul Khanna):

    • Hindu Tempel Hamburg
      • Deutschkurse
      • Informatikkurse
      • Hindikurse
      • Vorstellung bei den Behörden (Bundesamt für Migration)
      • Unterstützung der Familien bei administrativen Gelegenheiten (Behörden)
      • Mitgliederanzahl der Jugendgruppe: 20
      • Vaisakhi Mela 2008
    • Das Verhalten der Gesellschaft
      • Machtkämpfe
      • Konflikte zwischen Kablis, Kandharis und Sindhis
    • Integration
      • Benehmen innerhalb und außerhalb der Gesellschaft
      • Weigern sich, die deutsche Sprache zu lernen.
      • Wettbewerb untereinander
      • Konsum von Alkohol im Tempel
      • Kein Respekt im Tempel, Ignoranz vieler Regeln
      • Vernachlässigung der Bildung
    • Frühzeitige Eheschließung ( Druck der Gesellschaft, Zwangsehe?)
    • Es wurde nach den Meinungen der anwesenden Frauen gefragt:
    • o Mu: Ich bin 21 und ledig, aber Freunde von mir sind bereits gebunden, oder haben zum Teil auch schon Kinder. Vorzeitige Eheschließung ist ein großes Problem der Gesellschaft. Die Eltern und die Gesellschaft üben zum Teil großen Druck an junge Mädchen aus. Wir sollten zuerst an eine finanzielle Absicherung denken, auf eigene Füße stehen und dann heiraten.
    • o SC: Zum Teil sind es auch die Jugendlichen selbst, die schon frühzeitig heiraten wollen. Eltern sollten diese Entscheidungen kontrollieren.
    • o R: Gesellschaftsproblem, frühzeitige Hochzeiten brechen zu schnell ab.
    • o Sa: Dem Gesellschaftsdruck entgegenwirken
    • o SA: Es ist die Sichtweise des Einzelnen, wie man sich zur Vermählung fühlt.
    • o An: Gerede der anderen forcieren Familien und Jugendlichen zu heiraten
    • o SG: Viele Jugendlichen müssen von ihren Eltern aufgeklärt werden
    • o NK: Wir müssen unsere Identität und die guten Seiten unserer Kultur aufbewahren, zu große und genaue Anpassung führt zur Übernahme der Probleme der anderen Kultur.
    • o WK: In unserer Gesellschaft existiert nicht genügend Freiheit, um sich eigenwillig scheiden zu können.
    • Warum nehmen die Vereinsvorstände die Jugendlichen nicht ernst? (Ansichten der Jugendlichen)
      • Kein Vertrauen in den Jugendlichen
      • Missachtung aufgrund des jungen Alters
      • Saboteure (Vertrauensmissbrauch)

    17:10Uhr

    • Hochzeiten mit Andersgläubigen à Wemal Kumar
    • Was verstehen wir darunter?
    • àEhe zwischen 2 andersgläubigen (Religion, Länder, Kultur)
    • Wo gibt es diese Formen der Ehe?
    • àim westlichen Staaten (USA, De, UK) durch Einwanderer
    • Welche Chancen können sich durch eine Ehe mit Andersgläubigen ergeben?
    • àToleranz und Offenheit für weitere Kulturen
    • àBetonung der Vielfältigkeit
    • àGewinnen von Erfahrungen
    • àErweiterung des Völkerverständnisses  
    • Welche Gefahren können sich durch eine Ehe mit Andersgläubigen ergeben?
    • àAblehnung der Gemeinschaft durch Missachtung der Tradition
    •     àGerede „hinter dem Rücken“
    •     àDistanz von eigener Gesellschaft
    •     àVerlust der eigenen Identität
    • Welche Lösungsansätze lassen sich aufzeigen?
    • àAppell an verantwortungsbewusstes Handeln
    • àOffenheit fördern (mit Eltern reden, Aufklärung)
    • àAttraktive Gestaltung der Kultur (Interessen der Jugendlichen an die eigene Kultur wecken, durch Festivals, Vielfältigkeit unserer Kultur hervorheben.
    • àJugend fordern und fördern
    • à“Mandir“ vermehrt als Kommunikationsplattform und weniger als eine „Andachtsstelle“
  • Anschließende Diskussionsrunde:

     

    RP: Entscheidung liegt bei jedem selbst

    RK: keine Vermischung, bringt Gefahr, je offener, desto schlimmer

    SK: nicht die Geburt macht einem zum Hindu, sondern der Glaube    

    H: das Gerede ist nicht aufzuhalten

    SA: wichtig ist, dass die Ehe funktioniert; man darf sich dem gesellschaftlichen Druck nicht unterwerfen.

    Sh: eigene Meinung zu vertreten ist wichtiger.

    PK: man kann nicht immer seine eigene Meinung mit der Meinung anderer im Einklang bringen; Unterstützung von Eltern, vom Partner ist wichtig

    NK: vorausschauend denken, Pro und Kontra Argumente abwägen

     

     

    17:45Uhr

    Religion: Hinduismus à Shobha

    • Religion (Grundsätze) wird manchmal inadäquat interpretiert
    • eigene Meinung vertreten und die der anderen respektieren
    • Wissen ist Macht
      • Religion ist erfahrbar, komplex
      • Kompromisse schließen
    • Aufforderung: lernen, sich bilden, erfahren, forschen
  •  

    17.50Uhr

    Kaffeepause

    18:15Uhr

    Session C: Generationenkonflikt  à Moderation >>Karan Gawdi

     

    • „Generationsgap“ wird immer bleiben
      • Probleme sind reduzierbar, aber nicht eliminierbar
  • 18:20Uhr

    Soziales Verhalten à Sabina, Vishant Wadhwa

    • Kurse sollen in den Tempeln angeboten und wahrgenommen werden.
    • Neben diversen Kursen soll spezielle Nachhilfe angeboten werden.
    • Bildung von sozialen Netzwerken mit entsprechenden Aktivitäten
    • Appell an eine Karriere und damit Vermeidung von existentbedrohender Selbstständigkeit
    • Konflikt infolge von gegenseitigen Erwartungen von Eltern und Kindern
    • Aufklärung der Religion 
    • Eine Einheit finden um eine Einigung herstellen
    • Errichtung eines Raums für Hilfebedürftigen , um ihnen das Leben zu erleichtern (Gedanke eines Seniorenheims)
  • Anschließende Diskussionsrunde:

     

    Na: Kinder müssen sich um Eltern sorgen, gegen den Gedanken eines Seniorenheims

    SC: man muss seinen Eltern für ihre Fürsorge dankbar sein ;gegen Seniorenheim

    RP: Es ist nicht verkehrt sich darüber Gedanken zu machen. Hat auch seine positiven Seiten.

    A: Wir sollten einen Plan haben die Bedürftigen z.B. in Form eines Seniorenheims eine Hilfe anbieten zu können

    Pr: Vertritt die obige Meinung. Es gibt bereits Bedürftige, die diese Probleme haben

    RP: Dankbar sein, weil Eltern einem das Leben geschenkt haben

    SK:  Verpflichtungen gegenüber Eltern, Erwartungen der Eltern nicht unterschätzen, sich in die Lage der Eltern hinein versetzen, fordern ist leichter als geben. Besser zu Hause pflegen.

    An: man selbst erwartet auch diese Pflege von eigenen Kindern

    KG: Wie wir diese Probleme lösen à Vorschläge in nächstem Kongress

     

    18:45Uhr

    Generationskonflikt à Rohit Popat, Sahil Katara

    • Warum wollen viele unserer Afghan-Hindus nichts mit unserer Gesellschaft zu tun haben?
    • A: Lästerei
    • B: keine Lust, Interesse
    • PK: keine Mut, Ängste eigene Meinung zu repräsentieren
  • 18:50Uhr

    Einbindung der Jugendlichen im Zentralrat

    à Rohit Kapoor: 2 Jugendlichen aus jedem Verein sollen die Ansprechpartner ihres Vereins für den Zentralrat sein

    à Dr. Chelaram: Durch diese Ansprechpartner können wir über Meinungen, Ideen und Vorschläge der Jugendlichen informiert werden und diese verbreiten bzw. realisieren.

     

    19:00Uhr

    Warum nehmen Vereinsvorstände Jugendliche nicht ernst? (Mögliche Antworten)

    • Finanzielle Lage
    • nicht alt genug um mit der Problematik konfrontiert zu werden
    • Sabotage
  • Anschließende Diskussionsrunde:

     

    A: Wir werden finanziell nicht unterstützt, z.B. bei Fahrkosten zur Versammlung

    SC: Gegen diesen Vorschlag, weil es sich allein für Fahrten um 4stelligen Beträgen handeln kann

    RP: Vorschlag der Einrichtung einer allgemeinen Kasse für diesen Zweck

    Vj:  Frage nach einem Budget des Zentralrats

    Dr. Chellaram:

    • ZR hat ein Budget
    • ZR kann alle seine Einnahmen und Ausgaben jedem offen legen
    • ZR hat keine ausreichende Autorität um die Bilanzen der Vereine zu kontrollieren
  • Vj: Wir, Jugendliche können ohne finanzielle Unterstützung unsere Ideen nicht realisieren
  • HK: Warum arbeiten wir Jugendlichen nicht daran, die Vereine Hari OM- und Sanatam Hari OM Mandir in Köln zu vereinigen und Kosten zu sparen?

    RP: Es wird auch aus unserer Seite (Hari Om Mandir) dafür gearbeitet und Gespräche geführt um beide Vereine zu verbinden

    KG: Jugendvereinigung ist ein Organ des Vereinsvorstands und sollte keine eigene haben

     

    19:15Uhr

    Zusammenfassung der Erwartungen, (die zu Beginn der Sitzung von allen Anwesenden notiert und gesammelt worden sind):

    • Wunsch nach Einheitssprache
    • Meinungsaustausch
    • Zukunftsagenda (gemeinsames Ziel verfolgen)
    • Gemeinnütziges Ziel
    • Zusammenhalt der Jugendvereinigungen
    • Zusammenarbeit der Tempels
    • Lösung für Diskussionspunkte entwickeln
    • Religion
    • mit Disziplin arbeiten
    • Frankfurter JV wiederherstellen
  • 19:20Uhr

    Abschluss/Feedback

    SC:à beeindruckender Verlauf,

    àModerne Technik zur Kommunikation

    à Tolle Organisation

    à Ausreichende Möglichkeit sich äußern zu können

    à Gutes und angenehmes Klima

    Vj à Lob an die Organisatoren

    WK: für nächsten Kongress realisierbare Ziele setzen, klare Strukturen und klare Deadlines definieren

    Si: àsuper Organisation, familiäre Atmosphäre

     

    19:25Uhr

    Abschlussrede à Dr. Chellaram Merzadah:

    • Ausdruck des Stolzes auf Jugendlichen unserer Gesellschaft
    • Die Jugendlichen verfügen über sehr viel Potential
    • Bildung und Wissen sind die Grundvoraussetzungen für Verwirklichung unserer Ideen
    • Wir waren bzw. sind sowohl in Afghanistan als auch hier eine Minderheit
    • (~50.000 bis 120.000 in Afghanistan und ~10.000 in Deutschland)
    • Die Minderheit hat es geschafft sich zu rekrutieren
    • Wir sollten hinsichtlich unseres Wissens und unserer Bildung in 10 bis 20 Jahren sogar in der Lage sein, die Führungspositionen in Ministerien zu übernehmen
    • Die Publizität sollte gestärkt werden, damit am nächsten Kongress noch mehr Jugendliche erscheinen
    • Widersprechen und Erläuterung des Vorwurfes „Jugendlichen werden nicht Ernst genommen“
    • Appell:  Intensivere Zusammenarbeit der Jugendlichen mit dem Zentralrat
    • Die Finanzen der Vereine sind eng daher sollten auch die Jugendlichen, die festes Einkommen haben, die Mitgliedsbeiträge an Vereine bezahlen und andersherum können dann auch die Vereine die Jugendlichen bei ihren Projekten finanziell unterstützen
    • Lob an die Organisatoren, Lob an die Essener JV und an ihre geleistete Arbeit
  • 19:40Uhr

    Weitere Vorgehensweise und Beendigung des Kongresses àRohit Kapoor

    • Ziel: Bildung eines bundesweitenàeuropaweiten und schließlich eines weltweiten Jugendkongresses der afghanischen Hindus und Sikhs
    • Wir brauchen für unsere weiteren Schritte vor allem aktive Mitglieder, um unsere internationale Verbindung herzustellen und in den nächsten Kongress ebenso erfolgreich zu gestalten. 
      • 13 Personen aus dem anwesenden Plenum haben ihre Bereitschaft dazu erklärt.
    • Wir sind für unsere Intention sogar von Bürgern aus anderen Länder gelobt worden, die auch eine Zusammenarbeit mit uns wünschen
    • Ziele für den nächsten Kongress:
      • Lösungsvorschläge der bestehenden Probleme
      • Erstellung eines Konzeptes nach der Analyse des Protokolls
      • U.a. werden alle Anwesenden das neue Konzept per E-Mail erhalten und können Verbesserungen bzw. Ergänzungen vorschlagen
      • Es wird für Führung des nächsten Kongresses eine neue Gruppe gebildet, damit jedes Mitglied, welches sich dieser Sache widmen will, auch die Gelegenheit dazu bekommt. Damit soll auch der Eindruck einer zentralen bzw. regionalen Steuerung vermieden werden.
      • Die nächste Sitzung wurde von den Anwesenden für einen Termin im Oktober 2008 beschlossen
      • Hindi wurde als gemeinsame Sprache für weitere Kongresse festgelegt
    • Alle Anwesende sind mit sofortiger Wirkung Mitglieder für zukünftige Kongresse
    • Weitere Interessenten, die nicht am Kongress in Essen teilnehmen konnten, haben dennoch die Möglichkeit sich unter www.jugendkongress-ahus.de als Mitglied einzutragen
    • Wir brauchen dringend einen gemeinsamen Server als Information- und Kommunikationsplattform
      • Wishal Mehra, Sumit Kakkar und Sunny Vohra wurden als die dafür Verantwortlichen annonciert
  • Die Sitzung wurde mit einer Danksagung an allen Anwesenden und vor allem an die Organisatoren, die diesen Kongress ermöglicht haben, beendet und das Buffet eröffnet.
  •  

     

     

     

     

     

     

    [Home] [Text in English] [Flyer in English] [Fotogalerie] [Kontakt] [Agenda] [Rechtswesen] [Häufig gestellte Fragen] [Links] [Impressum] [Newsletter] [Forum] [Protokoll]